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Exkursion zur Kläranlage Zeltweg: Wo aus Abwasser Zukunft entsteht

Die Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgänge Bautechnik der HTL Zeltweg erhielten am 29.06.2026, bei einer Exkursion zur Kläranlage Zeltweg spannende Einblicke in eine der modernsten Abwasserreinigungsanlagen Österreichs. Begleitet wurden sie von ihren Professoren DI Gerd Schenk und BM DI Boris Sueng sowie von Betriebsleiter Ing. Reinhard Schlapschy, der die Anlage mit großem Fachwissen und Begeisterung präsentierte. Die Kläranlage wurde 2013 eröffnet und zählt zu den modernsten Anlagen der Region sogar von Österreich.

Während der Führung erklärte Schlapschy den gesamten Aufbau der Anlage – vom Einlauf des Abwassers über die mechanische und biologische Reinigung bis hin zur Nachklärung und Schlammbehandlung. Besonders beeindruckt zeigten sich die angehenden Bautechniker von der ausgeklügelten Verfahrenstechnik, die eine Reinigungsleistung von rund 96 Prozent erreicht. So wird das gereinigte Wasser nahezu in seinen natürlichen Zustand zurückgeführt und kann bedenkenlos wieder in den Wasserkreislauf Mur gelangen.

Ein besonderes Augenmerk legte der Betriebsleiter auf die Zukunft der Abwasserwirtschaft. Mit einem augenzwinkernden, aber zugleich ernst gemeinten Satz brachte er die Bedeutung der zukünftigen Abwasseraufbereitung und Klärschlammverwertung auf den Punkt: „Scheiße ist in Zukunft sehr viel Geld wert.“ Tatsächlich steckt in Klärschlamm enormes Potenzial – etwa zur Energiegewinnung durch Faulgas oder zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Phosphor. Damit entwickeln sich Kläranlagen zunehmend von reinen Entsorgungsbetrieben zu modernen Ressourcen- und Energiezentren.

Für die Schülerinnen und Schüler war die Exkursion eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht. Sie konnten theoretisches Wissen mit der Praxis verbinden und erleben, welche zentrale Rolle innovative Umwelttechnik und nachhaltige Infrastruktur für die Zukunft spielen. Die Exkursion machte deutlich, dass hinter sauberem Wasser hochentwickelte Technik, großes Know-how und engagierte Fachkräfte stehen.