Zeltweg, 23. April 2026 – Es sind Tage wie dieser, die nachhaltig wirken. Der Girls’ Day an der HTL Zeltweg war auch heuer weit mehr als ein schulischer Programmpunkt – er wurde zum kraftvollen Signal für Chancengleichheit, Orientierung und die aktive Öffnung technischer Berufsfelder für junge Frauen.
Noch immer sind Mädchen und Frauen in vielen technischen Ausbildungswegen unterrepräsentiert. Genau hier setzt der Girls’ Day an der HTL Zeltweg an: Er schafft nicht nur Einblicke, sondern baut Barrieren im Kopf ab. Wer Technik selbst erlebt, wer Maschinen bedient, Materialien formt und eigene Werkstücke fertigt, entwickelt ein anderes Verständnis – und oft auch den Mut, neue Wege einzuschlagen.
So auch in den Werkstätten der Ausbildungsbereiche Maschinenbau und Bautechnik an der HTL Zeltweg. Die Besucherinnen – aus den 3. und 4. Klassen der Unterstufe – wurden selbst zu Gestalterinnen. Sie arbeiteten an konkreten Projekten, probierten Werkzeuge aus und nahmen ihre selbst gefertigten Stücke stolz mit nach Hause. Was dabei entstand, war mehr als ein Produkt: Es war ein Gefühl von „Ich kann das“.
Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig Orientierung und Information sind. Mit dabei waren Campus 02, die Montanuniversität, die TU Graz, das Novum Zentrum Zeltweg, die AK Jugend, das AMS Judenburg sowie die ÖGB Frauen. Sie zeigten Perspektiven auf, beantworteten Fragen und machten sichtbar, wie vielfältig technische Bildungs- und Karrierewege sein können. Ebenso vor Ort vertreten war Science Garden mit einem Filmteam.
Organisiert wurde der Aktionstag von den Lehrerinnen Kerstin Chladil, Irmgard Lorber, Claudia Koch und Lisa Stolz, die mit viel Engagement ein Programm auf die Beine stellten, das Theorie und Praxis sinnvoll verband. Besonders prägend war auch der Einsatz der HTL-Schülerinnen selbst: Als direkte Ansprechpartnerinnen auf Augenhöhe vermittelten sie authentisch, was es bedeutet, eine technische Ausbildung zu absolvieren.
Der Girls’ Day an der HTL Zeltweg zeigt eindrucksvoll, warum solche Initiativen unverzichtbar sind. Es geht nicht nur darum, Berufe vorzustellen – es geht darum, Möglichkeiten sichtbar zu machen, Selbstvertrauen zu stärken und veraltete Rollenbilder aufzubrechen. Denn die Entscheidung für oder gegen einen Berufsweg beginnt oft mit einem ersten, entscheidenden Impuls. In Zeltweg wurde dieser Impuls gegeben.








